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Ansgar Holzknecht
Umweltbeauftragter
Domhof 18-21
31134 Hildesheim
Tel. (05139) 89 64 72

umwelt@bistum-hildesheim.de

"Willst du den Frieden fördern, so bewahre die Schöpfung"

Botschaft von Papst Benedikt XVI. zum Weltfriedenstag am 1. Januar 2010 (pdf, 61 KB)

Klimawandel: Papst ermahnt Industrieländer

Meldung von Radio Vatikan

 

"Aus dem Schoß der Erde kommt der Schrei Amazoniens"

Christen in Brasilien engagieren sich für Klimaschutz

 

Schöpfung bewahren - Aufgaben und Aktuelles

„Die Bewältigung der Umweltprobleme ist eine gemeinsame Aufgabe, die bei allen eine Veränderung des Verhaltens und ein neues Denken verlangt“. Mit dieser Forderung schließt das Vorwort zur gemeinsamen Erklärung von EKD und Bischofskonferenz „Verantwortung wahrnehmen für die Schöpfung“ von 1985.

Mit der 1. Europäischen ökumenischen Versammlung 1989 in Basel und der Ökumenischen Weltversammlung 1990 in Seoul beginnt ein „Konziliarer Prozess“, der den gemeinsamen Lernweg christlicher Kirchen unter das weitgefasste Leitwort „Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“ stellt. Das zuvor vor allem national und auf bestimmte Sachbereiche ausgerichtete Umweltdenken macht wichtige Schritte der gesamtpolitischen Integration und der Globalisierung.

Der UN-Weltgipfel 1992 in Rio trägt die Aufgabe einer „Nachhaltige Entwicklung“ als „Agenda 21“ ins breite Bewusstsein der Weltöffentlichkeit. Auf der Suche nach einer „nachhaltigen, dauerhaft umweltgerechten, zukunftsfähigen Entwicklung“ unserer Welt sind unser Zivilisationsverständnis, unser Lebensstil, unsere Produktionsweisen und unsere Konsummuster auf den Prüfstand gestellt.

Mit dieser Prüfung stellt sich für Christen, zumal in den Zeiten des Klimawandels, besonders die Frage der Gerechtigkeit: zwischen „Nord und Süd“, zwischen den heutigen und den künftigen Generationen, und als fairer Zugang zu den sehr ungleich auf der Welt verteilten, knapper werdenden Umweltressourcen. Wir als Christinnen und Christen sind aufgerufen, den Egoismus der Wohlstandsinseln dieser Welt zu überwinden und bei allen unseren Lebens-Optionen immer auch der Option für die Armen „Raum zu geben“: Gottes Schöpfung bewahren, damit alle leben können (MISEREOR-Fastenaktionen 2009 und 2010).

Denn die „Bewahrung der Schöpfung“ verlangt mehr, als nur die „Natur um uns herum“ zu schonen oder nur eine hochsubventionierte Photovoltaik-Anlage auf das im übrigen nicht gedämmte Kirchendach zu setzen. Gottes Schöpfung ist uns an die Hand gegeben und ans Herz gelegt, sie zu bebauen, zu hüten und geschwisterlich zu teilen.

Dafür sollen diesen Seiten helfen und anregen. Kritik und Anregungen sind immer willkommen. Umweltarbeit und vor allem Umweltpastoral sind keinesfalls „Luxus“ in der Gemeinde, sondern Aufgaben, ohne die sich Christinnen und Christen als Zeitgenossen aufgeben und ihre Welt-Verantwortung abgeben würden.

Also: nehmen wir die Verantwortung für die Schöpfung auch tatsächlich wahr, in Kirche und Welt.

 

Ansgar Holzknecht Ansgar Holzknecht
Umweltbeauftragter des Bistums Hildesheim