3. Ökumenischer Kreuzweg der Schöpfung 2012

Über 600 Menschen sind bereits den 3. Ökumenischen Kreuzweg der Schöpfung an den ersten drei Fastensonntagen mitgegangen. In Wietze und an der Asse und in Salzgitter nahe bei Schacht Konrad trugen sie gemeinsam das 4,50 Meter hohe und 2,50 Meter breite Holzkreuz mit sich. Singend und betend brachten sie ihre Sorgen um die Bedrohungen der Schöpfung zum Ausdruck. "Diese Orte symbolisieren Grenzüberschreitungen unseres Konsums", sagte der Landesbischof der ev.-lutherischen Kirche Hannovers, Ralf Meister, in Wietze, "Wir essen zu viel Fleisch wir verbrauchen zu viel Energie. Wir haben es auf die Spitze getrieben: immer mehr, immer billiger und das alles, ohne genügend an die Folgen zu denken."
Am kommenden Sonntag endet der 3. Ökumenische Kreuzweg der Schöpfung in Gorleben, dem Ort, der zum Synonym für die ungelöste Endlagerfrage von hochradioaktivem Abfall geworden ist. Deshalb ist die Initiative von Bundesumweltminister Norbert Röttgen zu begrüßen, eine offene, an sachlichen Kriterien festzumachende Endlagersuche in ganz Deutschland per Gesetz festzuschreiben. Allerdings muss dies mit einem neuen Moratorium für Gorleben verbunden sein, um vor Ort Vertrauen und Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen.
In Verantwortung für unser Handeln und für unseren Lebensstil gehen wir den Ökumenischen Kreuzweg der Schöpfung in der österlichen Bußzeit gemeinsam.
- Wir gehen diesen Weg, weil wir an die Kraft des Gebets glauben.
- Wir gehen diesen Weg, weil wir damit Gottes geknechteter Schöpfung eine Stimme geben.
- Wir gehen diesen Weg, weil wir mit Gottes Hilfe die Welt verändern können.
Wir laden Sie/Dich dazu ein, diesen Weg gemeinsam mit uns zu gehen. Alle weiteren Informationen und Orte entnehmen Sie bitte dieser Internetseite.
Elisabeth Eicke, Vorsitzende des Diözesanrates der Katholiken
Michael Czech, Diözesanstelle Weltkirche
Jürgen Selke-Witzel, Umweltbeauftragter der Diözese Hildesheim
Martin Wrasmann, stellertretender Leiter der Hauptabteilung Pastoral

26. Februar 2012, 15.00 Uhr: Wietze (bei Celle)
- Von der Hähnchenschlachtanlage zur kath. Kirche Maria Hilfe der Christen in Wietze
- Predigt: Ralf Meister, Bischof der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers
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4. März 2012, 15.00 Uhr: Asse
- Von der ev. Kirche in Remlingen zum Atommülllager Asse II
- Predigt: Norbert Trelle, Bischof der Diözese Hildesheim
Predigt | Bericht | Bilder und Pressestimmen
11. März 2012, 17.00 Uhr: Schacht Konrad
- Kath. Kirche St. Bernward in SZ-Thiede
- Predigt: Viola von Cramon, MdB
- Teilnahme an der Lichterkette von Braunschweig über Asse/Wolfenbüttel nach Schacht Konrad/Salzgitter anlässlich des Fukushima-Jahresgedächtnisses
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18. März 2012, 12.00 Uhr: Dannenberg
- Vom Verladekran für Castorbehälter in Dannenberg zur kath. Kirche St. Peter und Paul, anschließend Weiterfahrt nach Gorleben
- 14 Uhr Gorleben-Gebet (beim Erkundungsbergwerk)
- Predigt: Prof. Dr. Jürgen Manemann, Direktor des "Forschungsinstitut für Philosophie Hannover (FIPH)"
- Aufstellen des Asse-Kreuzes bei den Gorlebener Kreuzen zum dauerhaften Verbleib

