Projektförderung
partnerschaftlich - weltweit - solidarisch
partnerschaftlich
„Wie Gott im Alten Bund, so ergreift auch Jesus eindeutig Partei für die Armen und Schwachen. In der Tischgemeinschaft feiert er mit ihnen die anbrechende Gottesherrschaft. Er will, dass wir in Gerechtigkeit zusammenleben.“ Ausgehend von dieser Option für die Armen hat die Hildesheimer Diözesansynode 1990 entschieden, dass das Bistum einen Teil seiner Kirchensteuereinnahmen für die Befriedigung der Grundbedürfnisse der Menschen in den Ländern des Südens und Ostens zur Verfügung stellt. 2010 wurden vom Bistum Hildesheim insgesamt 2.735.415 € für weltkirchliche Aufgaben verwendet. Das entspricht 2,53 Prozent der Kirchensteuer. Darin enthalten sind ein Teil der Personalkosten der Diözesanstelle Weltkirche. Der Großteil kommt über die jährliche Bistumsabgabe an den VDD (Verband Deutscher Diözesen) weltkirchlichen Zwecken zugute, die von der Deutschen Bischofskonferenz verantwortet werden.
weltweit
Über einen Teil der jährlich zur Verfügung stehenden weltkirchlichen Mittel (892.500 €) entscheiden die Kommission für kirchliche Entwicklungsarbeit und die Bolivienkommission. Davon werden Projekte gefördert
- im Partnerland Bolivien (ca. 30 %),
- in Afrika, Asien, Lateinamerika, Ozeanien sowie Mittel- und Osteuropa (ca. 60 %),
- im Inland, d.h. weltkirchliche Begegnungen, internationale Freiwilligendienste sowie weltkirchliche und entwicklungsbezogene Bildungs- und Lobbyarbeit (ca. 10 %)
Insgesamt berieten beide Kommissionen über 164 Projektanträge aus 39 Ländern, die in der Diözesanstelle Weltkirche eingingen. Darunter auch Projekte, die von Misereor, missio und Renovabis vorgeschlagen wurden. Ebenso Anträge für Maßnahmen zur entwicklungsbezogenen und weltkirchlichen Bildungs- und Lobbyarbeit in Deutschland und auch für weltkirchliche Partnerschaftsbegegnungen und internationale Freiwilligendienste. 89 Anträge konnten die Mitglieder der Kommissionen positiv oder zumindest teilweise positiv entscheiden. So wurden von ihnen im Jahr 2010 Mittel in Höhe von 789.090 € vergeben. Neben Afrika bildet Bolivien aufgrund der Bistumspartnerschaft und die Ukraine einen deutlichen Schwerpunkt in der Förderung.
solidarisch
Inhaltlich leitend ist bei der Vergabe der Mittel der Gedanke einer befreienden und ganzheitlichen Evangelisierung. Priorität genießen Projekte zur Förderung der Bildung bzw. Ausbildung von Frauen und Jugendlichen sowie Projekte zur ländlichen Entwicklung. Dabei legen die Kommissionen Wert auf erkennbare Eigeninitiative und Perspektiven für Nachhaltigkeit und Selbstfinanzierung. Bevorzugt berücksichtigt werden zudem Anträge aus Projekten, in denen Missionarinnen und Missionare oder Entwicklungsfachkräfte aus dem Bistum Hildesheim mit-wirken. Von den Antragstellern werden eine klare Zielbeschreibung, ein Kosten- und Finanzierungsplan sowie die Stellungnahme des zuständigen Ortsbischofs bzw. Ordensoberen erwartet. Im Bedarfsfall erfolgt eine Prüfung der Anträge in Kooperation mit den kirchlichen Hilfswerken.
Anfragen und Projektanträge, die Bolivien betreffen, sind an die Bolivienkommission zu richten, alle anderen an die Kommission für kirchliche Entwicklungsarbeit.
