Kontaktadressen

Schönstattzentrum
An der Sennhütte 1
31162 Bad Salzdetfurth
Tel. (05063) 27 38-0
Fax (05063) 27 38-27

Annemarie Lanzke
Sohleweg 9
38518 Gifhorn
Tel. (05371) 7952

Die Schönstattbewegung

Die Schönstattbewegung wird auch ”Apostolische Bewegung von Schönstatt” oder ”Internationales Schönstattwerk” genannt. Der Name erinnert an den Ursprungsort Schönstatt in Vallender bei Koblenz. Das Gelände des ehemaligen Augustinerinnenklosters wird im Jahre 1143 urkundlich als ”eyne schoene stat” bezeichnet. Schönstatt ist heute ein internationaler Wallfahrtsort mit dem Heiligtum der ”Mater ter admirabilis” und dem Sitz der Leitungen der internationalen Gemeinschaften. In fast allen deutschen Diözesen und in rund 40 Ländern aller Kontinente gibt es Schönstattzentren mit einer genauen Nachbildung der Gnadenkapelle in Schönstatt. In der Diözese Hildesheim steht die Schönstattkapelle mit Begegnungs- und Wallfahrtshaus in Bad Salzdetfurth, An der Sennhütte 1 (ehemaliges Mütterheim Getrudenberg).


Entstehungsgeschichte

Die Schönstattbewegung gehört zu den charismatischen Lebensaufbrüchen der Kirche unseres Jahrhunderts. Sie geht zurück auf die Weihe an die Gottesmutter, die der Pater Josef Kentenich (1885 – 1968) mit einer Gruppe von Jugendlichen am 18. Oktober 1914 nachvollzog. Durch diese Weihe stellten sie sich der Gottesmutter für apostolische Aufgaben zur Verfügung und baten, dass Maria von der kleinen Kapelle in Schönstatt im Sinne ihrer Sendung für Kirche und Welt besonders wirksam wird als Mutter und Erzieherin. Die Initiative zog weite Kreise. Bald fanden auch Frauen Zugang zu Schönstatt. In den zwanziger und dreißiger Jahren wuchs unter der geistlichen Leitung von Pater Kentenich ein weit verzweigter Organismus, der für alle interessierten Katholiken (Priester und Laien) offensteht. Nach jahrelangen Beobachtungen und Eingriffen der Nationalsozialisten wurde der Gründer 1942 und auch einige seiner engsten Mitarbeiter ins Konzentrationslager Dachau gebracht. bald nach seiner Befreiung aus dem KZ im Jahre 1945 trat Pater Kentenich Weltreisen an, um die inzwischen in mehreren außereuropäischen Ländern verwurzelte Schönstattbewegung weiter auszubauen. Von 1951 bis 1965 überprüfte die Kirche das Schönstattwerk und seinen Gründer. Diese 14 Jahre verbrachte Pater Kentenich im Exil im Milwaukee, USA. 1965 konnte er nach Schönstatt zurückkehren. Am 15 September 1968 starb Pater Kentenich in der Dreifaltigkeitskirche auf Berg Schönstatt, wo auch seine Grabstätte ist. Der Seligsprechungsprozess für Pater Kentenich wurde am 10 Februar 1975 eröffnet.


Spiritualität und Lebensformen

Die Spiritualität Schönstatts möchte den Menschen zu einer vertieften Glaubenserfahrung verhelfen, in der sie durch ein Bündnis mit Maria Gott erleben als den Gott des Lebens und der Geschichte, der sie als barmherziger Vater in seiner liebenden Vorsehung führt. Er ruft sie in der Nachfolge Jesu zu apostolisch-wekzeuglicher Mitverantwortung in der Kirche und für den Aufbau einer neuen christlichen Gesellschaftsordnung. Dazu vermitteln die Schönstattgemeinschaften wichtige Impulse. Mitglieder sind Jugendliche, Männer, Frauen, Familien, Priester. Tragender Kern sind die Säkulärinstitute: Schönstatt-Patres, Diözesanpriester-Verband, Marienschwestern, Frauen von Schönstatt, Marienbrüder und Familienverband. Die Mitglieder der Bünde – nach Ständen gegliedert – verbinden intensives geistliches Leben mit apostolischem Wirken ohne rechtliche Bindung an die Gemeinschaft. Zahlenmäßig am stärksten sind die Ligagemeinschaften – nach Ständen oder Berufsgruppen gegliedert -, die auf Pfarr-. und Diözesanebene organisiert sind. Gruppentreffen, Schulungen, Exerzitien und Gemeinschaftstage vermitteln Impulse und Hilfen für die Lebensgestaltung aus dem Glauben und das Apostolat in Familie, Gemeinde und Beruf.