Kontaktadressen

Schwester Gisela Filbrich
Gotteslager 6
37081 Göttingen
Tel. (0551) 9 62 22

 

Sitz der Gemeinschaft

Schwestern von Germete
Quellenstraße 8
34414 Warburg

Serviam

Herkunft und Selbstverständnis

Gegründet 1922 als ”Herz-Jesu-Institut für Familienpflege und Seelsorgehilfe”. 1971 neuer Name: Serviam (=ich will dienen). Das Arbeitsfeld der Gemeinschaft sind die kirchlichen Gemeinden. Besonders aufgetragen sind ihr die ”am Rande stehenden” Menschen. Außer dem Zentrum (für Deutschland: Warburg/Germete) hat die Gemeinschaft keine eigenen Häuser und Einrichtungen. Die Schwestern wohnen zur Miete - in kleinen Gruppen oder allein. Es ist ihnen freigestellt, Zivilkleidung oder Schwesternkleid zu tragen.

Der Gründer: Pastor Wilhelm Meyer, geboren 1879 in Peine im Bistum Hildesheim, wurde Priester im Erzbistum Paderborn und zunächst Seelsorger in verschiedenen Städten des Ruhrgebietes. Die Nähe Gottes, seine tatsächlich erlebbare Gegenwart, war die Faszination, die ihn erfüllte und die er in seinem Wirken ausstrahlte. Als Pfarrer in Unna-Königsborn begeisterte er junge Menschen dazu, durch Tat und Wort die Nähe und Hilfe Gottes zu verkünden und so die Arbeit des Priesters zu unterstützen und zu ergänzen. Er nannte seine Gründung ”Herz-Jesu-Institut”. Es sollte eine geistliche Gemeinschaft von Laien sein, die durch das Leben mit dem gegenwärtigen Gott beiträgt zur Erneuerung des christlichen Lebens. ”Suchet den Herrn, und ihr werdet ihn finden”, im Alltag mit seinen vielfältigen Situationen, in den Menschen, im Gebet und Gottesdienst, in der Gemeinschaft der Kirche, in der Schöpfung. 1924 erhielt die wachsende Gemeinschaft die Bischöfliche Anerkennung. Pastor Meyer selber führte die Kandidatinnen und jungen Schwestern in das Leben mit dem allzeit gegenwärtigen Gott ein: ”Keine Tätigkeit nach außen, die nicht aus dem heiligen Innenbereich der Gegenwart Gottes ihre Motive und ihre Gestaltungs- und Richtungskräfte empfängt!” (W. Meyer). Pastor Meyer leitete das Institut bis zu seinem Tode 1957.


Aufgabenbereiche

Die Spiritualität der Gemeinschaft ist ausführlich dargelegt in der Geistlichen Regel und wird gekennzeichnet durch das Wort des Gründers: ”Der innerste Kern, die treibende Kraft unserer Gemeinschaft ist der Wandel in der Gegenwart Gottes. Aus dieser Kraft wird die Welt neu gestaltet” (W. Meyer). Die Schwestern arbeiten vor allem in Pfarrgemeinden in sozialen und pastoralen Aufgaben: In Deutschland außer im Erzbistum Paderborn noch in den Bistümern Hildesheim, Essen, Fulda und Köln.

In Brasilien und Bolivien versuchen die Schwestern in den Armenvierteln der Großstädte - zusammen mit den Priestern - vielfältiger Not zu steuern und den Entwurzelten eine Heimat in ihrer christlichen Gemeinde zu schaffen. Von Anfang an legten sie Wert darauf, einheimische Frauen als Schwestern zu gewinnen und für diese Aufgaben auszubilden.


Aufnahmevoraussetzungen

Frauen, die sich der Gemeinschaft anschließen möchten, bereiten sich vor in einer zwei- bis vierjährigen Kandidatur; binden sich durch Lebensweihe mit den Versprechen: Treue zum Leben in der Gegenwart Gottes und zur Verkündigung des Wandels in der Gegenwart Gottes gemäß der Geistlichen Regel. Treue zum schwesterlichen Leben in Gemeinschaft unter den Bedingungen der drei evangelischen Räte: Armut, Keuschheit und Gehorsam.